Menschliche Gier

18. Januar 2026 Magnus020

Lyrics

Titel: Menschliche Gier

[Intro]
Neon flackert an den Fassaden,
Hände zählen still das Licht.
Goldene Zungen, kalte Blicke —
und die Straße betet nicht.

[Build-up]
Ein Schritt nach vorn, zwei zurück,
Uhren schrein im Marmorglanz.
Sie lächeln geschniegelt — Messerklingen,
und nennen’s Fortschritt, nennen’s Tanz.

[Chorus]
MENSCHLICHE GIER — sie frisst sich durch die Stadt,
zieht uns die Luft aus jeder Nacht.
MENSCHLICHE GIER — aus Herz wird nur noch Stahl,
aus “genug” wird “nochmal”.
Wir schreien so laut, doch keiner hört,
weil jeder nur sich selber ehrt.
MENSCHLICHE GIER — MENSCHLICHE GIER,
sie nimmt sich alles, bis nichts mehr bleibt von dir.

[Verse 1]
Im Sitzungssaal: Champagner-atem,
Applaus wie Nebel, schwer und dicht.
“Verantwortung” auf ihren Lippen —
doch Wahrheit hat dort kein Gewicht.
Ein Deal, ein Handschlag, neue Karten,
und jeder Satz baut ihren Thron.

[Build-up]
Draußen schläft ein Kind im Winter,
auf Pappe, unter Straßenlicht.
Im Fenster spiegelt sich die Kälte —
doch drinnen sieht man’s einfach nicht.

[Chorus]
MENSCHLICHE GIER — sie frisst sich durch die Stadt,
zieht uns die Luft aus jeder Nacht.
MENSCHLICHE GIER — aus Herz wird nur noch Stahl,
aus “genug” wird “nochmal”.
Wir schreien so laut, doch keiner hört,
weil jeder nur sich selber ehrt.
MENSCHLICHE GIER — MENSCHLICHE GIER,
sie nimmt sich alles, bis nichts mehr bleibt von dir.

[Verse 2]
Die Reichen jagen Rekord um Rekord,
als wär es Sport um jeden Preis.
Ein Penthouse höher, Mauern dicker,
die Welt da unten wird zu Eis.
Sie nennen’s “Markt”, sie nennen’s “Logik”,
doch Logik ohne Seele lügt —
und während Zahlen sich vermehren,
wird Armut still zu Blutgeschmied’.

[Build-up]
Die Tafel wird zur Warteschlange,
die Scham sitzt fest wie Stein im Bauch.
Und irgendwo fällt wieder jemand —
doch oben ist es nur ein Rausch.

[Choru]
MENSCHLICHE GIER — sie frisst sich durch die Stadt,
zieht uns die Luft aus jeder Nacht.
MENSCHLICHE GIER — aus Herz wird nur noch Stahl,
aus “genug” wird “nochmal”.
Wir schreien so laut, doch keiner hört,
weil jeder nur sich selber ehrt.
MENSCHLICHE GIER — MENSCHLICHE GIER,
sie nimmt sich alles, bis nichts mehr bleibt von dir.

[Verse 3]
Der Mittelstand, das Rückgrat — bricht,
weil man ihn langsam ausnimmt, still.
Mit Fristen, Druck und kalten Zahlen,
bis keiner mehr noch hoffen will.
Die Miete steigt, der Lohn wird leiser,
die Angst zieht ein und macht sich breit.

[Build-up]
“Halte durch”, sagt man im Fernsehen,
wirft Konfetti auf den Schmerz.
Doch wenn du fällst, dann fällt kein Rettungsnetz —
nur Stille in dein Herz.

[Drop, full energy, kick + guitars + festival lead]

[Chorus]
MENSCHLICHE GIER — sie frisst sich durch die Stadt,
zieht uns die Luft aus jeder Nacht.
MENSCHLICHE GIER — aus Herz wird nur noch Stahl,
aus “genug” wird “nochmal”.
Doch diesmal laut, bis jede Mauer bebt,
bis unser “GENUG” wieder lebt.
MENSCHLICHE GIER — MENSCHLICHE GIER,
wir holen uns das Leben zurück—HIER!

[Bridge]
“Sie sagen: Es ist halt so.
Doch ‘halt so’ ist die Ausrede,
damit es so bleibt.”

[Build-up]
Wenn sie oben wieder lachen,
lass uns unten nicht vergeh’n.
Wir sind mehr als ihre Zahlen —
wir können AUFSTEH’N, wir können SEH’N.

[Outro]
Menschliche Gier — sie war schon immer da,
doch wir sind mehr als nur Gefahr.
MENSCHLICHE GIER…
…und trotzdem: Hoffnung bleibt.

Text by: T. Hinrichs (Magnus020 Musik)

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